Unsere Christuskirche lädt ein

Man müsste es einmal ausprobieren
 
In die Kirche gehen und sich einfach still in eine Bank setzen.
Die Weite des Raumes auf sich wirken lassen.
Dem Flackern der Kerzen zusehen.
Nichts tun müssen. Dafür sein dürfen.
 
Und ich stelle mir vor:
Viele andere waren vor mir da in den hundert Jahren, seitdem die Kirche hier steht. 
Viele andere, mit ihrer Freude, ihren Tränen und dem, was sie umtreibt.
 
Auf dem Altar sehe ich die Bibel liegen.
Das Buch der Träume und der Geschichten, die das Leben schreibt.
Wie gut, dass es sie gibt: Die Botschaft von Glaube, Hoffnung und Liebe. 
 
Im Moment ist kein Gottesdienst.
Dann sitzen hier Menschen um mich.
Alte und Junge, Frauen und Männer,
Kluge und Dumme, Fröhliche und Traurige,
Arme und Reiche, Kranke und Gesunde.
Wenn sie beten und singen, zuhören und schweigen,
ist keiner allein.
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
bin ich mitten unter ihnen” (Mt 18,20)