Bedford-Strohm: Pfingstfest schafft neue Zuversicht in Corona Zeiten

EKD-Ratsvorsitzender ermutigt zu Aufbruch in Kirche und Gesellschaft. Studie belegt Digitalisierungsschub in der evangelischen Kirche

„Der Geist des Pfingstfestes erinnert an Gottes Gegenwart mitten in unserem Leben in Corona-Zeiten“, so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm in seiner Botschaft zum Pfingstfest. Pfingsten führe Menschen über alle Grenzen hinweg zusammen und schaffe neue Zuversicht: „Er gibt die Kraft, alte Bahnen zu verlassen und Neues zu wagen“. Diesen Geist bräuchten Kirche und Gesellschaft. „Aus der Kraft des Pfingstgeistes kann mitten in der Krise ein Aufbruch in eine bessere Zukunft werden“, betont Bedford-Strohm. „Die Pfingstgeschichte kann uns zu all dem gerade jetzt inspirieren. Denn die Jünger hören mit dem Geist im Herzen Gottes Worte und alle können sie verstehen, obwohl sie ganz unterschiedliche Sprachen sprechen“, so Bedford-Strohm. Entsprechend gilt es, Verantwortung und Gemeinsinn zu stärken, Spaltungen zu überwinden und Widerstand gegen Hass zu befördern.
Das Pfingstfest ermögliche nicht nur gesellschaftlichen Aufbruch, sondern stehe auch für die Erneuerung der Kirche. „Wo der Pfingstgeist weht, da ändert sich die Kirche. Da wagt sie Neues. Da vertraut sie auf die Kreativität und Begeisterung ihrer Mitglieder“, so der Ratsvorsitzende.
Anhaltspunkte für die Erneuerungskraft der Kirche während der Corona-Krise bietet unterdessen eine Studie, die die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) derzeit erstellt. Darin werden 116 Kirchenkreise und Dekanate zu ihren Erfahrungen mit digitalen Verkündigungsformaten während der Corona-Krise befragt. Erste Auswertungen bestätigen, dass die Krise in der Evangelischen Kirche einen nachhaltigen Digitalisierungsschub ausgelöst hat. So gaben mehr als die Hälfte der Teilnehmenden an, die digitalen Verkündigungsformate auch nach dem „Lockdown“ fortführen zu wollen. So wird es künftig verstärkt sogenannte „hybride“ Gottesdienstformate geben, die sowohl analog als auch digital mitgefeiert werden können.
Hannover, 28. Mai 2020
Pressestelle der EKD Carsten Splitt