Zeit und Ewigkeit – Zum Ende des Kirchenjahres

Das derzeitige Kirchenjahr endet in der Woche nach dem nächsten Sonntag (22. 11.). Es mündet hinein in den Advent. Im düstersten der zwölf Monate nehmen wir wahr, dass alles Leben vergeht, auch das unsrige. Zur Besinnung möchte ich die nachfolgenden Zeilen aus der Regel der „Communität Christusbruderschaft Selbitz“ (einer Art Frauenkloster in Oberfranken) all jenen ans Herz legen, die solche Empfindungen bei sich zulassen können. 

Diese Worte der „Schwestern“ mögen doch, so meine Bitte an Gott, heilsam wirken in uns in angespannter Zeit!...
Es grüßt freundlich
Ihre und Eure Pfarrerin Bia Ritter

Hoffnung
Halte die Spannung des Reiches Gottes aus:
Es ist da und kommt doch erst.
Du wirst Gottes Anwesenheit erfahren und darunter leiden,
wenn du sie zeitweise nicht erlebst.
Du wirst dich über die Liebe freuen und hilflos sein dem Leid gegenüber.
Du wirst Vergebung erfahren und immer neu deine Sünde spüren.
Du wirst mit der Berufung die Fülle kosten und doch die Leere aushalten.
Willige ein!
Wir gehen der neuen Welt entgegen.
Halte dich an Christus.
Lebe in allem aus der Liebe zu ihm.
Weihe ihm Schwachheit und Kraft,
Dunkel und Licht, Armut und Fülle.
Er wird den neuen Himmel und die neue Erde heraufführen.
Dann wird er endgültig die Hütte Gottes errichten und sichtbar
gegenwärtig sein unter den Seinen. Dann gibt es keinen Tod,
kein Leid und kein Geschrei mehr. (Neues Testament, Buch „Offen-
barung des Johannes“, Kapitel 21)
Durch Sterben gehen wir ein in die Herrlichkeit Gottes.